Zcash hat Details zum Sapling Hard Fork veröffentlicht. Neben einer neuartigen, geschirmten Adresse soll das Update eine spezielle Überprüfung für abgeschirmte Bestände der Krypto-Währung enthalten.

Am 28. Oktober wird Zcash (ZEC) sein Sapling genanntes Netzwerkupdate durchführen. Nun haben die Entwickler aktuelle Details zum Update veröffentlicht:

„Das kommende Sapling-Netzwerkupdate enthält eine neue Art von abgeschirmten Adressen sowie eine „Turnstile“-Migration zur Überprüfung von geschirmten Geldbeständen.“

In einem Blogpost gibt es Details zum Update. So will das Netzwerk mit der Migration auf Sapling eine neue Schirmung für Konten initiieren, die die „Kryptografie von Zcash deutlich effizienter macht“.

Schnellere Transaktionen im Zcash-Netzwerk

Bislang setzen geschirmte Adressen rund 1,5 Gigabyte lokalen Speicher sowie eine Dauer von 40 Sekunden für die Erstellung einer Transaktion voraus. Mit Sapling sollen die Adressen nur noch 40 Megabyte sowie einige Sekunden Bearbeitungszeit benötigen. Dies ist eine deutliche Verbesserung von 90 bzw 97 Prozent.

Ursprüngliche mit dem alten Sprout-Prinzip geschützte Adressen sollen auch weiterhin unterstützt werden. Zcash empfiehlt allerdings, Geldbestände mittelfristig auf eine Sapling-Adresse zu migrieren.

Bei der Migration können Nutzer ZEC auf das neue System übertragen. Außerdem wird dieses wie ein „monetäres Audit-System“ agieren. „Wie bei jedem kostbaren Gut ist die Erhaltung der Knappheit von ZEC ein wichtiger Antrieb für den langfristigen, nachhaltigen Wert“. Zcash selbst vergleicht dies mit dem Goldpreis, der durch das Auftauchen von Katzengold in den Keller sinken würde.

„Sapling Turnstile“ für die Übertragung von Sprout auf Sapling

Um alle geschirmten ZCash-Bestände zu überprüfen, wird es einen neuen Prozess geben, den die Entwickler „Sapling Turnstile“ nennen. Nutzer müssen Guthaben aus Sprout-Adressen an transparente Adressen übertragen, bevor diese an eine Sapling-Adresse übertragen werden. Zcash empfiehlt, dafür eine ungenutzte transparente Adresse zu nutzen, die danach ebenfalls ungenutzt bleiben sollte.

Eine direkte Übertragung von Sprout auf Sapling ist nicht möglich. (Quelle: Zcash)

Mit dieser Migrationsmethode kann der Nutzer außerdem ZEC von transparenten Adressen an Sprout-Adressen übertragen. Wann genau Zcash die alte Adressvariante obsolet macht, ist derzeit nicht bekannt.

Im Juni führte Zcash mit „Overwinter“ das erste Netzwerkupgrade n der Geschichte der Krypto-Währung durch. Damals wurden Netzwerk-Upgrades sowie Verbesserungen in der Performance von transparenten Transaktionen eingeführt. Zudem haben die Entwickler mit diesem Hard Fork den Boden für das aktuelle Sapling-Update geebnet.

Einige Tage nach Overwinter haben die Entwickler eine Roadmap veröffentlicht, in der Optimierungen für Usability, Datenschutz und Nachhaltigkeit im Vordergrund standen.

Zcash wurde 2016 entwickelt. Ziel der Krypto-Währung ist eine verbesserte Privatsphäre der Nutzer verglichen mit Währungen wie Bitcoin. Alle Transaktionen werden auf einer öffentlichen Blockchain hinterlegt. Nutzer können auf Wunsch Sender, Empfänger und den überwiesenen Betrag verbergen.

[Bild: ymcgraphic/Shutterstock]

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QUELLEblog.z.cash
Kathrin Grannemann
Kathrin ist Redakteurin für Base58. Kathrin hat Anglistik und Literaturwissenschaften an der Ruhr-Universität in Bochum studiert und entdeckte schon früh ihr Interesse an journalistischer Arbeit. Seit über zehn Jahren arbeitet sie für verschiedene Verlage und ist spezialisiert auf Themen aus den Bereichen Forschung, Wissenschaft und Technik. Auf Grund ihres technischen Hintergrunds interessiert sie sich vor allem für Blockchain-Anwendungsfälle.

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