Das Bitcoin Lightning Network erfuhr in den letzten zwei Wochen unerwartetes Wachstum. Die Zahl der Kanäle, und damit der Kapazität, stieg von 110 Bitcoins auf 460 Bitcoins, wohingegen die Kanäle (Channels) von 13.000 auf 16.500 stiegen.

Bitcoin Lightning Network – Technologie für die Zukunft

Dieser Anstieg wird vor dem Hintergrund der Marktbewegungen deutlich. Bitcoin fiel von 6.500 auf 3.500 US-Dollar, wobei das angestiegene Volumen die Transaktionskosten auf über 1 USD stiegen ließ. Das Ziel des Bitcoin Lightning Network ist es, die Skalierbarkeit von Bitcoin zu sichern. Es sollen mehr Transaktionen abgewickelt werden können, während On-Chain Transaktionsgebühren niedrig bleiben sollen. Es scheint so, als wenn das Lightning Network dieses Ziel während des Crashs im November 2018 erreicht hat.

Das Netzwerk funktioniert durch Smart Contracts. Ein Lightning Channel wird eröffnet, in dem ein Bitcoin-Nutzer Bitcoins einzahlen kann. Dadurch werden die Coins im Lightning Netzwerk nutzbar. Ein Smart Contract schließt außerdem den Channel, wodurch die Bitcoins an ihre rechtmäßigen Besitzer zurück gezahlt werden. Lightning Channels sind direkt mit der Bitcoin Blockchain verbunden, lediglich zwei Transaktionen auf der Hauptchain sind nötig, um das Lightning Network funktionieren zu lassen. Zwischen dem Öffnen und Schließen des Channels können unendlich viele und blitzschnelle Transaktionen innerhalb des Channels stattfinden. Die Transaktionskosten in den Channels bewegen sich gegen Null.

Dadurch wird das Lightning Network eine interessante Skalierungslösung für Bitcoin. Es ist unausweichlich, dass die Block Größe normaler Transaktionen durch steigende Nutzerzahlen erreicht wird. Die begrenzte Größe eines Blocks, in dem alle aktuellen Transaktionen unterkommen müssen, ist hier schon vor mehreren Jahren als Flaschenhals identifiziert worden.

Es ist nicht bekannt, wie hoch die normalen Transaktionsgebühren geworden wären, hätte das Lightning Network nicht bestanden. Gerade durch den Crash im November wird deutlich, wie wichtig eine Weiterentwicklung der Skalierungslösungen für die Zukunft ist. Denn Bitcoin ist immer noch ein lebendiges und unfertige Produkt.

Erinnern wir uns an Dezember 2017, so waren Transaktionsgebühren von über 50 US-Dollar keine Seltenheit. In Zeiten von Preisschwankungen, kann eine solche Situation noch eine zusätzliche Krise hervorrufen.

Die schnelle Weitentwicklung des Lightning Netzwerks könnte eine Reife von Bitcoin darstellen. Probleme werden identifiziert und mit neuer Technologie ausgemerzt. Auch wenn die Preise aktuell zu wünschen übrig lassen, so können wir uns über Fortschritte in der Entwicklung freuen – und langfristig auf mehr Interessenten für Kryptowährungen.

[Bild: Shutterstock]

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QUELLEBitcoinNews
Danny de Boer
Danny ist Social-Media-Redakteur bei Base58. Seit 2014 ist er aktiv im Krypto-Sektor unterwegs. Seine Interessen umfassen die Technik und das disruptive Potenzial der Blockchain – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft. Um den Zugang zu diesen komplexen Themen zu erleichtern arbeitete er über 3 Jahre bei einem der größten Krypto-Newsportale, wirkte an unzähligen Videos und einigen Büchern mit. Danny studiert Medien- und Kommunikationsinformatik an der Hochschule Rhein-Waal.

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