SAP will seine Blockchainpläne auf den Landwirtschaftssektor ausweiten. Mittelfristig sollen über die „Farm-to-Consumer“-Initiative alle Schritte vom Hersteller zum Kunden nachverfolgbar werden und somit ein einfacheres Lieferkettenmanagement erlauben.

Mittels der Blockchain sollen Transaktionen, Angebote und Anfragen nachverfolgt werden, außerdem soll es möglich sein, Fakten rund um die Lieferkette abzurufen.

Laut Torsten Zube, Chef der Blockchain-Abteilung, soll die Blockchainlösung auch die Abläufe vereinfachen:

„Es handelt sich um eine firmenübergreifende Zusammenarbeit in Kombination mit komplexen Wertschöpfungsketten, bei der die Technologie die zahlreichen Verfahrensschritte und Reibungspunkte beseitigt und automatisiertes Vertrauen herstellt.“

Integration der Blockchain in bestehendes SAP-System

SAP will die Blockchain in das bereits bestehende Global Track and Trace-System integrieren, sie soll als „zusätzliche, ergänzende Schicht für Kernprozesse“ dienen, um alle Beteiligten der Zulieferkette gleichermaßen zu informieren.

Der Fleischproduktehersteller Johnsonville, der Beerenfrüchteexperte Naturipe, sowie das Nahrungsmittelunternehmen Maple Leaf sollen mit von der Partie sein.

Die Lösung entsteht in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Start-up modum.io, Details zu Pilotprojekten sollen im Juni bekanntgegeben werden.

SAP bereits länger im Blockchainbereich unterwegs

Bereits bei der Hannover Messe 2018 im April dieses Jahres hat SAP seine Lösungen vorgestellt, wie eine Lieferkette mittels Blockchain von Anfang bis Ende überblickt werden kann, die gezeigten Beispiele bezogen sich passend zur Messe vor allem auf den Bereich Technik und Industrie. Auch für den Handel hatte das Unternehmen eine Demonstration bereitgestellt: Mittels individualisierter Flaschen konnten Interessierte erfahren, ob die Produkte Anforderungen spezieller Siegel (Fairtrade, Bio) erfüllt und welchen Transportweg sie hinter sich haben.

Händler wie Walmart forderten bereits eine Implementation der Blockchain im Lebensmittelbereich, um den Handel mit verderblichen Waren besser planen zu können. Ein weiterer Faktor dürfte dabei auch der Kostenaspekt sein: Mittels Smart Contracts können Kosten gespart und Lieferaspekte schnell eingesehen werden.

[Bild: Ken Wolter/Shutterstock.com]

Kommentar verfassen