Ripple (XRP) nutzen und dabei klimaneutral bleiben? Im XRP Tree Project werden gegen Spende Bäume gepflanzt.

Bitcoin und andere Kryptowährungen stehen seit längerem in der Kritik, durch Mining und den Betrieb von Nodes umweltschädlich zu sein. Der dafür nötige Strom wird meist in Kohlekraftwerken produziert – und sorgt so für hohe Kohlendioxid-Emissionen.

Die XRP-Community sieht ihr Asset als Ausnahme: Transaktionen im Ripple-Netzwerk verbrauchen ihnen zufolge weniger Energie als klassische Kreditkartentransaktionen. Zum Vergleich: Mit dem Stromverbrauch 220.000.000 Transaktionen bei Visa können 3826 Waschmaschinen genutzt werden – bei Ripple lediglich 6.

Doch was, wenn XRP-Nutzer einen Beitrag für die Umwelt leisten wollen? Die Community hat genau dafür nun ein Umweltprojekt gestartet. Das XRPTree-Projekt ist in Partnerschaft mit der Organisation One Tree Planted entstanden. Dort wird für jeden gespendeten Dollar ein Baum gepflanzt. Dies beinhaltet die Kosten für die Anzucht des Setzlings, Transport und Pflege.

Tausend Bäume aus der XRP-Community

Bislang wurden über die Zusammenarbeit 1126 Bäume auf vier Kontinenten gepflanzt. Rein rechnerisch haben diese 24,77 Tonnen Kohlendioxid ausgeglichen. Zusätzlicher Nutzen: die Aufforstung von Bäumen hilft dabei, Landflächen dort zu verbessern, wo übermäßige Nutzung oder Brandrodung Schaden angerichtet haben.

Erst in dieser Woche hat Projektleiter Wandering Ware bekanntgegeben, dass in Ruanda 245 weitere Bäume im Namen der XRP-Community gepflanzt werden. Praktischer Nebeneffekt: Da ein Augenmerk auf Früchte tragende Sorten gelegt wurde, können lokale Bauern diese weiter nutzen.

Aktuell hat das System noch ein paar Schwachstellen. Spenden können über XRP Tip Bit abgegeben werden. Diese werden von Wandering Ware verwaltet und an das Projekt gespendet. Weitere Details gibt es auf der Fundraising-Seite. Dort kann man auch direkt in Dollar spenden.

Fernziel ist der Ausgleich der CO2-Bilanz aller 54 XRP-Validatoren. Zudem hofft die Community, dass One Tree Planted mittelfristig auf XRP-basierte Spenden akzeptiert.

Viele Diskussionen stricken sich rund um den Stromverbrauch von Kryptowährungen. Die Lösungsansätze sind vielfältig, von Mining per E-Bike über Nutzung von Miningwärme für Gewächshäuser bis hin zu Solarparks zur Stromversorgung von Kryptominern.

[Bild: Wit Olszewski/Shutterstock]

Diskutiert mit uns auf Telegram oder abonniert unseren regelmäßigen Newsletter für die aktuellsten News und Diskussionen!

QUELLEEthereumWorldNews.com
Kathrin Grannemann
Kathrin ist Redakteurin für Base58. Kathrin hat Anglistik und Literaturwissenschaften an der Ruhr-Universität in Bochum studiert und entdeckte schon früh ihr Interesse an journalistischer Arbeit. Seit über zehn Jahren arbeitet sie für verschiedene Verlage und ist spezialisiert auf Themen aus den Bereichen Forschung, Wissenschaft und Technik. Auf Grund ihres technischen Hintergrunds interessiert sie sich vor allem für Blockchain-Anwendungsfälle.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here