Ripple kündigt an, dass das an Kryptowährungen angelehnte Produkt xRapid möglicherweise in einem Monat live gehen solle. Bislang arbeitet das Unternehmen mit zehn Finanzinstituten zusammen, die xRapid testen.

xRapid soll Banken mittels XRP helfen, Transaktionen zu beschleunigen

Sagar Sarbhai ist Leiter der Regulierungsbeziehungen Asia-Pacific und Middle East bei Ripple. Am Montag sprach er gegenüber CNBC davon, dass Ripples neues Produkt xRapit „im nächsten Monat oder so“ marktreif sei. Mit xRapid möchte das Unternehmen Banken dabei unterstützen, Transaktionen durch den Einsatz der Kryptowährung XRP zu beschleunigen. In einem Interview mit Arjun Kharpa sagte Sarbhai: 

Ich bin sehr zuversichtlich, dass Sie in den nächsten etwa einem Monat einige gute Nachrichten sehen werden, wo wir das Produkt live in der Produktion einführen.

 XRP als „Brückenwährung“ zwischen den Währungen

Ripples Kryptowährung XRP soll somit als eine Art „Brücke“ zwischen den Währungen fungieren und es Banken ermöglichen, schnellere grenzüberschreitende Transaktionen durchzuführen. CNBC beschreibt ein Beispiel:

„Beispielsweise könnte eine Bank eine Transaktion von US-Dollar zu indischen Rupien abwickeln wollen. Laut Ripple erfordert dieser Prozess vorfinanzierte Konten in lokaler Währung, um stattfinden zu können. Mit xRapid behauptet Ripple, dass der Prozess beschleunigt werden würde, indem die US-Dollar in XRP-Token umgewandelt werden, um dann das Geld nach Übersee zu transferieren und am anderen Ende wieder in indische Rupien umzuwandeln.“

Banken Partnern mit Ripple, Testphasen mit xRapid bei 10 Finanzinstituten

Ripple arbeitet ja bereits länger mit Finanzinstituten und großen Banken zusammen. Im Interview mit Base58 sprach Marjan Delatinne, Head of Global Banking bei Ripple bereits über die Banken-Partnerschaften des Unternehmens.

Auch für ihr neues Produkt will Ripple natürlich mit Finanzinstituten arbeiten. Es bestehen bereits Geschäftsbeziehungen u.a. mit Santander, UBS, Reisebank, UniCredit, Bank of America Merrill Lynch, BBVA, Rakbank, LianLian International, AXIS Bank, MoneyGram oder Western Union. Allerdings bestehen die meisten dieser Partnerschaften bislang über XRP oder xCurrent.

xCurrent wird bereits von über 120 Banken und Finanzinstituten genutzt. Das Blockchain Produkt wird von Banken bislang für die Abwicklung internationaler Transaktionen verwendet und bestätigt Zahlungen in jeder Phase in Echtzeit.

10 der bisherigen Ripple-Partner testen derweil auch xRapid: Cambridge Global Payments, Currencies Direct, MoneyGram, IDT Corporate, Mercury FX, Viamericas und Western Union.

Drei weitere Unternehmen nutzen xRapid bisher tatsächlich, um Zahlungen darüber durchzuführen: Cuallix, SBI Virtual Currencies und Zip Remit.

Ripple sieht „dutzende“ Banken mit xRapid bis Ende 2019 und bessere Aussichten für Kryptowährungen

Bislang steht Ripple mit xRapid noch in den Startlöchern. Das Unternehmen ist aber optimistisch, dass sich dies bis Ende des Jahres und nach dem offiziellen Launch des Produktes ändern wird.

Sarbhai sieht generell Entwicklungen in der „Erzählung“ von Blockchain und Kryptowährungen:

„Vor ein paar Jahren war die Erzählung: Blockchain gut, Krypto schlecht. Was wir jetzt sehen, sind immer mehr Regulierungsbehörden, Politiker, die den gesamten Raum in einer Konjunktion einnehmen. Also, ich denke, dass sich die Erzählung glücklicherweise jetzt ändert, weil politische Entscheidungsträger und Regulierungsbehörden sehen, dass es einen starken Nutzen gibt, den digitale Vermögenswerte, Kryptowährungen mit sich bringen.“

Wie schnell xRapid von Banken und Finanzinstituten angenommen wird, wird sich also in den nächsten Monaten zeigen. Sollte es von ähnlich vielen Partnern angenommen werden, wie bislang xCurrent, könnte dies für weitere Beliebtheit von XRP sorgen.

[Bild: Immersion Imagery/ Shutterstock]

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Lara Jacobs
Lara zieht als als Product Ownerin und Redakteurin die Fäden hinter den Kulissen von Base58. Als Marketing- und Content-Managerin für einen Coworking Space und Startup-Hub mit Fokus auf Innovation, fand sie ihre Begeisterung für die Blockchain-Technologie und Kryptowährungen. Lara studierte Islamwissenschaften, Politikwissenschaft und Internationale Beziehungen und arbeitete als Dozentin sowie an interdisziplinären Forschungsinstituten.

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