Die Investmentbank Morgan Stanley arbeitet offenbar an einem Produkt für Bitcoin Swap Trading. Interessierte können den Quellen zufolge in Bitcoin-bezogene Derivate investieren.

Laut Bloomberg werden Investoren bald in Bitcoin-Derivaten Geld angelegen können. Dafür nutzt Morgan Stanley sogenannte Preis-Rendite-Swaps. Dabei handeln sie das zugrundeliegende Anlagegut, in dem Fall Bitcoin, nicht direkt. Anstatt dessen werden die Bitcoin-Swaps an Bitcoin Futures gebunden.

Die Bloomberg-Quelle bestätigte außerdem, dass Morgan Stanley das Angebot bereits vorbereite und das Produkt starten wird, sobald seitens der institutionellen Anleger ein Bedarf geäußert wird. Ein Sprecher der Bank äußerte sich bislang nicht zu den Berichten.

Im Januar äußerte sich Morgan Stanley-CEO James Gorman, dass Bitcoin „nicht mehr weggeht“. Erst im vergangenen Monat heuerte Morgan Stanley Andrew Peel von Credit Suisse an, um die Abteilung für digitale Güter zu leiten.

Bitcoin Swap Trading ein weiteres Krypto-Derivat

Sollten sich die Gerüchte um das Bitcoin Swap Trading bestätigen, erweitert sich die Liste der großen Banken auf dem Markt der Krypto-Währungs-Derivate. Aktuellstes Beispiel ist Goldman Sachs.

Laut Insidern soll die Investmentbank ihre Pläne für einen Krypto-Handelsplatz gestrichen haben. Auf diesem sollten Kunden die Möglichkeit bekommen, an Bitcoin gekoppelte Derivate zu handeln. Die Folge war ein Einbruch des Bitcoin-Kurses. Einen Tag später wurden die Berichte seitens des Goldman-Finanzdirektors abgestritten.

Andere Banken wie die CitiGroup zeigen sich ebenfalls vom Bitcoin-Markt interessiert. Im vergangenen Quartal erhöhte sich das Volumen an CME Bitcoin Futures. In der Branche ist dies ein deutliches Zeichen für ein Interesse seitens institutioneller Anleger.

Swaps sind außerbörsliche Geschäfte, mit Anleger Zahlungsströme beliebiger Natur tauschen können. Ein Swapsatz berechnet sich aus der Differenz zwischen dem Terminkurs (also dem Kurs zu Börsenschluss) und dem Kassakurs (dem Kurs am Kassamarkt).

Bitcoin-Derivate und Futures sind die einzige Alternative zu den noch nicht verfügbaren Bitcoin-ETF. Viele Produkte sind auf institutionelle Anleger ausgerichtet, zum Beispiel Rentenkassen oder Versicherungen.

[Bild: Peangdao/ Shutterstock]

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Kathrin Grannemann
Kathrin ist Redakteurin für Base58. Kathrin hat Anglistik und Literaturwissenschaften an der Ruhr-Universität in Bochum studiert und entdeckte schon früh ihr Interesse an journalistischer Arbeit. Seit über zehn Jahren arbeitet sie für verschiedene Verlage und ist spezialisiert auf Themen aus den Bereichen Forschung, Wissenschaft und Technik. Auf Grund ihres technischen Hintergrunds interessiert sie sich vor allem für Blockchain-Anwendungsfälle.

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