IBM hat eine Partnerschaft mit dem Umwelt-Fintech Start-up Veridium Labs angekündigt, um Emissionszertifikate in digitale Tokens umzuwandeln. Plattform ist die Stellar-Blockchain.

Am Dienstag, den 15.05.2018, gab IBM an, mit dem Start-up Veridium Labs  zusammenzuarbeiten. Veridium erstellt umweltbezogene Kryptowährungen bzw. Assets, um den Handel mit Emissionszertifikaten mithilfe der Blockchain-Technologie zu erleichtern.

Gemeinschaftliche Anstrengung von IBM und Veridium für eine zentrale Plattform

Veridium stellt die Strukturen, Stellar fungiert als digitaler Ledger für die Transaktionen, und IBM wird die Grundlagen der Handelsaktivitäten, des Kaufens, des Verkaufs und des Verwaltens der Token übernehmen.

Emissionszertifikate sind Genehmigungen, die von Regierungen oder anderen Organisationen erworben werden müssen. Sie erlauben, eine begrenzte Menge an Kohlendioxid zu emittieren. Begrenzt sind sie auf das Äquivalent einer Tonne Kohlendioxid. Ziel ist es, den CO2-Fußabdruck der Unternehmen zu reduzieren und durch die Erlöse weitere Umweltschäden zu kompensieren.

„Seit Jahren versuchen wir, die Auswirkungen auf die Umwelt an jedem Punkt der Wertschöpfungskette zu mindern. Bisherige Lösungen wiesen jedoch immer noch erhebliche Komplexität und Kosten auf.“,

so Todd Lemons, CEO und Mitbegründer von Veridium.

Emissionsgutschriften werden zu digitalen Vermögenswerten

Veridiums Verbesserungen für Emissionszertifikate umfasst den gesamten Prozess der CO2-Bilanzierung und -verrechnung. Zusammen mit der IBM-Blockchain plant das Unternehmen, diese Emissionsgutschriften in eine neue Art von austauschbaren, digitalen Vermögenswerten umzuwandeln, die schnell im Stellar-Netzwerk eingelöst und gehandelt werden können.

 „Indem wir ein öffentliches, genehmigtes Blockchain-Netzwerk nutzen, können wir Veridium helfen, einen neuen nachhaltigen Markt zu schaffen, der gut für die Wirtschaft und gut für die Welt ist“,

äußerte sich Bridget van Kralingen, Senior Vice President der IBM Industrieplattformen und Blockchain-Abteilung.

Digitale Assets oder Tokens können innovative Wege zum Kauf und zur Nutzung von CO2-Kompensation eröffnen, da sie sich schnell über Netzwerke handel- und abwickelbar sind. Die Tokenisierung bietet mehr Vertrauen und Integrität beim Informationsfluss zwischen Handelspartnern und Netzwerkteilnehmern.

Einfacher Überblick über Umweltauswirkungen und CO2-Bilanz

Durch die die Integration des gesamten Prozesses der Kohlenstoffbilanzierung und -verrechnung in ein digitales Token, das auf einem öffentlichen, genehmigten Blockchain-Netzwerk läuft, können die Umweltauswirkungen gemessen, Eigentumsrechte übertragen und die zugrundeliegende CO2-Kompensation effizienter gestaltet werden.

Der Erlös vom Verkaufs des Verdes-Tokens wird für die Aufforstung eines 647  Quadratkilometer großen Teil des Regenwaldes auf der Insel Borneo in Indonesien verwendet. Der Bereich umfasst das größte privat finanzierte Orang-Utan-Schutzgebiet der Welt und beheimatet über 100 vom Aussterben bedrohte Arten.

[Bild: Laborant,Rachel Hessheime, AldanNi/Shutterstock]

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