HTC hat das „erste native Blockchain-Handy“ vorgestellt. Das HTC Exodus soll verschiedene Blockchain-Netzwerke unterstützen.

Der Erfinder der Virtual-Reality-Brille HTC Vive, Phil Chen, hat das Projekt auf der Consensus 2018 in New York vorgestellt. Ihm zufolge soll das Smartphone Zugriff auf „mehrere Blockchainprotokolle“ geben, unter anderem Bitcoin, Ethereum, Lightning und Dfinity. Die Mission des Unternehmens sei die Unterstützung des kompletten Blockchain-Ökosystems, um den zugrundeliegenden Protokollen eine Erweiterung des Bestands an dedizierten Nodes zu ermöglichen.

HTC Exodus basiert auf Android

Das Gerät soll ein Android-Betriebssystem beinhalten, das mit einem universellen Kryptowallet sowie einer „sichereren Hardwareenklave“ ausgestattet wird. Laut eigenen Aussagen sei HTC die Sicherheit beim HTC Exodus besonders wichtig, wie Chen betont:

„Ich möchte eine Welt sehen, in der Endnutzer seine eigenen Daten auch wirklich besitzen – vom Browserverlauf über Identitäten, Assets, Wallets, E-Mails und Nachrichten – ohne den Bedarf an zentralen Autoritäten.“

Bislang ist weder ein Preis noch ein Veröffentlichungsdatum für das Exodus bekannt. HTC erwägt, die Zahlung via Kryptowährung zu ermöglichen.

Fallende Marktanteile, starke Konkurrenz

In den vergangenen Jahren musste HTC einen stetigen Rückgang seines Marktanteils am Smartphonemarkt hinnehmen. Die Hauptkonkurrenten sind die Marktführer Huawei, Apple und Samsung.

HTC ist entgegen der eigenen Behauptungen nicht der erste Hersteller eines Blockchain-Smartphones: Im April stellte Sirin Labs das Finney-Smartphone vor, ein speziell für Kryptowährungen und Blockchainlösungen gefertigtes Gerät. Entwickelt und gefertigt wird das Gerät von FIH Mobile, einem Tochterunternehmen von Foxconn – die unter anderem auch mit Apple, Google und Huawei zusammenarbeiten.

Auch andere Hersteller haben in den vergangenen Monaten ihre Anstrengungen im Bereich Blockchain verstärkt: Huawei arbeitet an einer Wallet-App für aktuelle Huawei-Smartphones, während LG CNS mit „Monachain“ eine Blockchainplattform für den Logistikbereich bereitstellen möchte.

[Bild: Kazick/Shutterstock.com]

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