Goldman Sachs ist das erste regulierte Finanzinstitut, das seinen Kunden die Möglichkeit bietet, Bitcoin-Futures über einen seiner New Yorker Trading Desk zu handeln. Die Bank reagiert damit auf Anfragen von institutionellen Investoren nach Kryptowährungsprodukten.

Goldman Sachs wird nicht direkt mit Bitcoin handeln. Stattdessen wird die Bank ihr eigenes Geld verwenden, um Bitcoin-Futures für Kunden zu handeln. Es handelt sich dabei um sogenannte Non-Deliverable Futures (NDF), bei denen Geschäfte in der regulierten Währung, in der es notiert ist, abgewickelt werden.

Die Bank reagiert damit auf die Anfragen von Hedgefonds, Stiftungen und institutionelle Investoren, die den Boom 2017 verpasst hätten und jetzt in das Geschäft mit Kryptowährungen einsteigen wollen.

BitMEX und TrueEX bereits an der Wall Street

Goldman Sachs ist nicht der erste mit Kryptowährungsprodukten an der Börse.
BitMEX, eine Derivatbörse für Kryptowährungen, bietet bereits Derivatprodukte für Privatanleger an.

Forbes zufolge hat die Börse ein tägliches Handelsvolumen von mehr als 3 Milliarden US-Dollar und erwirtschaftete einen Umsatz von 83 Millionen US-Dollar im Jahr 2017.
BitMEX erzielte allein im Januar einen Umsatz von 21 Millionen US-Dollar. Für das Unternehmen ist der Schritt an die Börse ein voller Erfolg:

Das ist das Beste, was du jemals haben kannst. Wir machen mehr Geld, wenn der Markt sinkt. Wir lieben diese Volatilität.“,

erklärt Arthur Hayes, CEO von BitMEX.
Aber es wird interessant sein, so merkt er  an, zu sehen, wie viel Volatilität institutionelle Anleger bereit sind zu ertragen, wenn mehr Anbieter in den Markt für Kryptowährungs-Derivate eintreten.

TrueEx eröffnete ebenfalls eine Derivate-Plattform für Kryptowährung. In Partnerschaft mit ConsenSys sollen eine Benchmark-Rate für Ether erstellt werden.

Goldman Sachs Bitcoin-Future sind Signal für den Markt

Goldman Sachs ist ein weltweit tätiges Investmentbanking- und Wertpapierhandelsunternehmen mit Sitz in New York. Sie gilt als profitabelste Bank an der Wall Street. Mit der Einführung der Bitcoin-Futures signalisiert die Bank nicht nur Vertrauen in Bitcoin, sondern auch in den ganzen Kryptowährungsmarkt. Es ist davon auszugehen, dass dies Auswirkungen auf den gesamten (Krypto-) Markt haben wird.

[Bild: Pitr Swat/Shutterstock]

QUELLEForbes
Valerie Rödder
Valerie ist Redakteurin für Base58. Seit dem DAO-Hack 2016 interessiert sie sich für die Auswirkungen der Blockchain-Technologie auf die Gesellschaft. Valerie studierte Politikwissenschaft und Soziologie. Sie arbeitete in verschiedenen Unternehmensberatungen und schrieb bereit für ein netzpolitisches Online-Magazin. Sie engagiert sich darüber hinaus in der netzpolitischen Szene zu rechtlichen und politischen Regularien der Blockchain.

1 KOMMENTAR

  1. leute, lasst euch doch von gs nicht aufs glatteis führen. die wollen nur den preis manipulieren können, und das am besten nach unten.
    crypto ist eine existenzbedrohung für die, nie vergessen!
    future handel bringt der crypto gemeinde rein gar nichts.
    es wurde erst letzte woche durch eine untersuchung festgestellt, das der future handel mit verantwortlich war für den preis sturz des btc im januar.
    https://coincierge.de/2018/fed-bericht-bitcoin-futures-schuld-am-preissturz/

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