Frankreich schafft rechtliche Grundlagen für Initial Coin Offerings (ICOs). Im April senkte der Staatsrat die Steuern auf den privaten Handel mit Krypto-Währungen.

Frankreich entwickelt sich zu einem Paradies für Krypto-Investoren. Bereits seit März plante der Gesetzgeber Richtlinien für das Anbieten von ICOs. Nun hat Frankreichs Finanzminister Brune Le Maire die ICO-Richtlinien offiziell bekanntgegeben.

Laut Le Maire sei der Artikel 26 im entsprechenden Komitee angenommen worden. Für Frankreichs Präsident Macron ist dies ein Teil des Plans, Wirtschaftswachstum und Transformation zu verbessern. Dies ließ auch Le Maire durchblicken: „Diese rechtlichen Grundlagen werden Innovatoren aus der ganzen Welt anziehen.

Mit den neuen ICO-Richtlinien kann die französische Finanzaufsicht Autorité des marchés financiers (AMF) Genehmigungen an ICO-Anbieter in Frankreich billigen und herausgeben. Wichtig sei dabei, dass „die Projekte spezifische Garantien für Investoren“ bieten. Dies soll Missbrauch von ICOs vermeiden.

Anbieter von ICOs müssen detailierte Informationen bieten

ICO-Anbieter müssen vor der Finanzaufsicht voll Rechenschaft ablegen und damit Käufern die Möglichkeit bieten, ausgewogene Entscheidungen zum Angebot treffen zu können.

Bereits früher hatten die französischen Regulatoren Bedenken geäußert. Die fehlende Regulierung sei ein „inhärentes Risiko von ICOs“ und führe häufig zum Verlust von Einlagen, Geldwäsche und Finanzierung von Terroristen.

Das neue Regelwerk bietet eine Definition für Token und klassifiziert diese als immaterielles Gut, dessen Rechte man elektronische Wege transferieren kann.

Im Frühsommer lancierte Frankreichs Präsident Macron den Action Plan for Business Growth and Transformation (PACTE), der es Unternehmen vereinfachen soll, in Frankreich zu arbeiten. Zudem bietet PACTE rechtliche Grundlagen für Fundraising mittels Token-Verkäufen.

Frankreich senkte Steuer auf Krypto-Einnahmen

Weitere Schritte für die Regulierung und Anpassungen auf die Lebenswirklichkeit von Anlegern wurden bereits im Juni getätigt. Unter andere, wurde die Steuer auf Krypto-Währungen von 45 auf 19 Prozent gesenkt.

Ausnahme sind Einnahmen aus Mining, die die Regelung weiterhin als nicht-kommerzielle Profite betrachtet. Gleiches gilt für Einnahmen aus professionellem Handel. Dies wurde als positiver Schritt für die Krypto-Szene und das Blockchain-Ökosystem angesehen. Neben Frankreich haben auch Malta, die Schweiz und Luxemburg ihre regulatorischen Richtlinien bereits auf Krypto bereits angepasst.

Als eine der größten Nationen Europas schafft Frankreich mit den neuen Richtlinien einen wichtigen Vorstoß für die Krypto-Welt. Ob und inwiefern Unternehmen nun gezielt für ihre Angebote nach Frankreich gehen, bleibt abzuwarten.

[Bild: Millenius/Shutterstock]

QUELLEBitcoin.com
Kathrin ist Redakteurin für Base58. Kathrin hat Anglistik und Literaturwissenschaften an der Ruhr-Universität in Bochum studiert und entdeckte schon früh ihr Interesse an journalistischer Arbeit. Seit über zehn Jahren arbeitet sie für verschiedene Verlage und ist spezialisiert auf Themen aus den Bereichen Forschung, Wissenschaft und Technik. Auf Grund ihres technischen Hintergrunds interessiert sie sich vor allem für Blockchain-Anwendungsfälle.

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