Die Bitcoin-Marktdominanz ist ein wiederkehrendes Thema in Analysen, aber auch in unserem B58-Update-Videos. Vor kurzem erreichte diese Kennzahl ein neues Drei-Monats-Hoch – was bedeutet das für Investoren und warum ist das so?

Kryptowährungen & Bitcoin-Marktdominanz

Ursprünglich lag die Bitcoin-Marktdominanz, also Bitcoins Anteil am Gesamtmarkt der Kryptowährungen, bei 100 Prozent. Bitcoin war die erste und zum damaligen Zeitpunkt einzige Kryptowährung. So gesehen konnte man damals auch noch nicht von einem „Markt“ sprechen, da es Alternativen noch gar nicht gab.

Die Bitcoin-Marktdominanz oder der Marktanteil beschreibt den prozentuellen Anteil einer Anlage am gesamten Markt. Über die Jahre hat Bitcoin immer wieder an Marktdominanz verloren, was der Tatsache geschuldet ist, dass viele neue Projekte entstanden sind, darunter auch vielversprechende Alternativen mit starken Communities. Die größten Projekte, die Bitcoin am meisten Marktanteile entziehen konnten, sind Litecoin, Ripple und Ethereum. Wenn Altcoins, wie die eben genannten Projekte, im Wert steigen, macht sich das meist durch eine sinkende Bitcoin-Marktdominanz deutlich.

So musste Bitcoin zwischen Februar und Juni letzten Jahres seinen Marktanteil von 85% auf 37% durch Ethereum reduzieren lassen. Ethereum punktete damals durch einen ICO-Boom, der Investoren vielfach anzog und Bitcoin kurzfristig in den Schatten stellte. Nichtsdestotrotz stieg Bitcoins Wert in der selben Zeit. Damit bewegt sich ein Preis nicht zwingend linear zu seinem korrespondierenden Marktanteil.

Aufmerksamkeit auf Bitcoin

Und trotz vielversprechender Alternativen laufen die Konkurrenten Bitcoin nicht die Führung ab. Besonders für Neueinsteiger ist Bitcoin ein „Einstiegs-Coin“, der erst im weiteren Verlauf der Recherche dazu führt, dass man sich erst später mit Altcoins beschäftigt. Ebenso kommt hinzu, dass praktisch jede Börse Bitcoin gelistet hat und es als primäres Tauschmittel anbietet – so ist er überall in der Crypto-Szene im Einsatz.

Auch die Internetsuche scheint zu bestätigen, dass Bitcoin hier die neuen Nutzer anzieht. Zwar sind die Suchanfragen seit Januar zusammen mit dem Preis rapide gefallen, jedoch liegt der Suchbegriff „Bitcoin“ fünf Mal höher als der Suchbegriff „Kryptowährungen“.

Bitcoin: eine konservative Wahl

Auch für viele Experten scheint Bitcoin immer noch eine solide Wahl zu sein, auch wegen seines hohen Marktkapitals. Das aktuelle Bitcoin-Marktkapital liegt bei 115 Milliarden US-Dollar und scheint sich aktuell zu stabilisieren. In den letzten drei Monaten gewann die Marktdominanz trotz instabiler und teils schwacher Preise dazu.

Obwohl seit Anfang Juni der gesamte Markt der Kryptowährungen von 340 Milliarden US-Dollar auf nun 217 Milliarden US-Dollar gestürzt ist, wächst Bitcoins Macht im Markt.Dieser Absturz von 36 Prozent war zwar heftig für den gesamten Markt, aber Bitcoin zeigte sich ein Mal mehr als sichere Wahl.Während Bitcoin aber seinen Posten verteidigt, kommen aktuell wieder Vergleiche mit der Tulpeninflation zustande – ein Vergleich der selten aus der Crypto-Szene selbst kommt.

[Bild: kentoh/ Shutterstock]

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Danny de Boer
Danny ist Social-Media-Redakteur bei Base58. Seit 2014 ist er aktiv im Krypto-Sektor unterwegs. Seine Interessen umfassen die Technik und das disruptive Potenzial der Blockchain – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft. Um den Zugang zu diesen komplexen Themen zu erleichtern arbeitete er über 3 Jahre bei einem der größten Krypto-Newsportale, wirkte an unzähligen Videos und einigen Büchern mit. Danny studiert Medien- und Kommunikationsinformatik an der Hochschule Rhein-Waal.

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