Noch vor fünf Jahren standen hinter 90 Prozent aller Crypto-Transaktionen Kriminelle – diese Zahl sei allerdings rückläufig.

Vor allem im Drogenbereich sollen Bitcoin, Ethereum und Co. einen hohen Stellenwert gehabt haben. Laut Lilita Infante von der US-Drogenbehörde DEA habe sich allerdings in den vergangenen Jahren einiges geändert und der Anteil habe sich auf 80% verringert.

Das Volumen, die Anzahl der Transaktionen sowie der Wert des Dollars bei kriminellen Aktivitäten habe sich deutlich gesteigert. Was sich allerdings geändert habe sei die das Verhältnis. So sei der Großteil der Transaktionen für Preisspekulation genutzt worden.

Anteil sinkt, Volumen steigt

Dies bedeutet allerdings nicht, dass Kryptowährungen einen geringeren Stellenwert bei Straftaten haben. Das Volumen an kriminellen Bitcointransaktionen habe über die Jahre deutlich zugelegt. Lediglich die Proportionen hätten sich geändert.

Vor allem im Dark Web seien Kryptowährungen das Zahlungsmittel der Wahl. Ein Hauptgrund sei laut Infante, dass diese schneller, günstiger und potentiell auch sicherer als klassische Banküberweisungen seien.

Die US-Strafverfolgungsbehörden beschäftigt sich derzeit verstärkt mit Kryptotechnologie, um dieser Tendenz Einhalt zu gewähren. Ein erklärtes Ziel soll das Erkennen von Geldwäsche über Blockchaintransaktionen sowie die Verhinderung von illegalem Drogenhandel sein.

Laut Infante gäbe es Mittel und Wege, die die DEA auf die Schliche der Täter kommen könne. Zudem wies sie darauf hin, dass der überwiegende Teil der kriminellen Vorgänge über die öffentliche Bitcoin-Blockchain abgewickelt würde. Dies sei ein deutlicher Vorteil:

„Die Blockchain gibt uns eine Menge Werkzeuge an die Hand, um Personen zu identifizieren. Mir wäre es am liebsten, wenn die Kriminellen auch weiterhin von ihnen Gebrauch machen würden.“

[Bild: r.classen/Shutterstock]

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Kathrin Grannemann
Kathrin ist Redakteurin für Base58. Kathrin hat Anglistik und Literaturwissenschaften an der Ruhr-Universität in Bochum studiert und entdeckte schon früh ihr Interesse an journalistischer Arbeit. Seit über zehn Jahren arbeitet sie für verschiedene Verlage und ist spezialisiert auf Themen aus den Bereichen Forschung, Wissenschaft und Technik. Auf Grund ihres technischen Hintergrunds interessiert sie sich vor allem für Blockchain-Anwendungsfälle.

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