Sie besitzen große Mengen Coins und ihre Transaktionen werden mit Argusaugen beobachtet – es geht um Wale. Im aktuellen Bärenmarkt scheint es fast so, als wenn ihr Bewegungen zunehmen.

Alte Konten erwacht

Die Beschaffenheit der Blockchain ist die Spürnase für jeden Möchtegern-Detektiv. Da jede Transaktion auf der Blockchain festgehalten und datiert wird, kann man verlässliche Aussagen über die letzte Aktivität von Konten machen und Benachrichtigungen einstellen, sobald dort wieder etwas neues passiert. Die Atmosphäre um Adressen, die bereits seit vielen Jahren keine Bewegungen mehr aufweisen, ist mysteriös.

Bereits Anfang der Woche haben wir über ein paar dieser mysteriösen Transaktionen berichtet:

Der Whale Alert-Bot auf Twitter überwacht große Transaktionen im Bitcoin-Netzwerk. Am Anfang der Woche erwachte ein inaktives Wallet von 2013 und bewegte 66.452 Bitcoin, was einem Wert von 245 Millionen US-Dollar entspricht. Das Ziel der Transaktion ist jedoch unbekannt.Weitere Untersuchungen zeigten anschließend aber, dass die 66.452 BTC-Transaktion zu einer viel größeren Summe gehört. Nutzer überprüften, ob eine Verbindung zwischen dieser und anderen Transaktionen bestand und fanden heraus, dass sie eigentlich Teil einer viel größeren Transaktion ist. Insgesamt 608.000 BTC ist die Gesamtmenge der Transaktion, also etwas weniger als das zehnfache der ursprünglichen Transkation. Der Wert beläuft sich auf 2,5 Milliarden US-Dollar. Über fünf Tage hinweg wurde diese Wert bewegt. Rund 76 verschiedene Wallets wurden als Ziele angesteuert. Die Coins sollen seit 2013/2015 das erste Mal wieder bewegt worden sein.

Am Dienstag wurden mehr als eine Milliarde Dollar in Bitcoin aus vier erwachten Adressen an andere Wallets verschickt. Am Folgetag kam eine Summe von 151.000 BTC (562 Millionen US-Dollar) aus verschiedenen inaktiven Wallets zusammen, nur um weiter an unbekannte Adressen gesendet zu werden.

Es geht jedoch nicht nur um BTC. Auch große Summen ETH, XRP, BCH und jede Menge Stablecoins wandern in letzter Zeit in großen Mengen umher. In der Nacht vor dem BCH Hard Fork am 15. November wechselten eine Million BCH die Wallet-Adresse.

Wale und ihre Gewässer

In diesem Jahr scheint das Interesse an Walen besonders gewachsen zu sein. Hält man sich vor Augen, dass scheinbar eine einzige Entität 608.000 BTC besitzen kann, so könnte einem das Bedenken bereiten. Umgerechnet 2,5 Milliarden US-Dollar würden in Fiat-Geld streng überwacht werden, in Crypto hingegen können sie den Besitzer leicht wechseln und Märkte manipulieren.

An dieser Stelle darf man jedoch nicht vergessen, dass immer noch große Adressen, wie die ehemalige Adresse von Silk Road und Mt. Gox bestehen. Börsen und Handelsplätze sind eine natürliche Konzentration von Coins. Und dennoch ist das Interesse über Wale besonders in Zeiten eines Bärenmarktes hoch – und das war schon immer so. Zuletzt gab es ein solches Interesse 2014-15 während eines Bärenmarktes. So wie aktuell über das Verfahren von Mt. Gox und dem Dumping von vielen BTC auf den Markt gesprochen wird, so sprach man damals über das Dumping von beschlagnahmten BTC des Online-Schwarzmarktes Silk Road. Wir können also nur das Ziehe der Wale beobachten und hoffen, dass wir vielleicht irgendwann dazu gehören.

[Bild: Shuttertsock]

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Danny de Boer
Danny ist Social-Media-Redakteur bei Base58. Seit 2014 ist er aktiv im Krypto-Sektor unterwegs. Seine Interessen umfassen die Technik und das disruptive Potenzial der Blockchain – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft. Um den Zugang zu diesen komplexen Themen zu erleichtern arbeitete er über 3 Jahre bei einem der größten Krypto-Newsportale, wirkte an unzähligen Videos und einigen Büchern mit. Danny studiert Medien- und Kommunikationsinformatik an der Hochschule Rhein-Waal.

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